für einen persönlichen Besuch.
Tagsüber war auf der Station viel los. Ärzte kamen herein, Pflegekräfte erkundigten sich nach mir und auf dem Flur hörte ich ständig Stimmen.
Am Abend änderte sich alles.
Dann wurde mein Zimmer still.
Am vierten Abend lag ich gerade im Bett und blickte aus dem Fenster, als plötzlich ein kleines Mädchen in meiner Tür stand.
Sie musste ungefähr acht oder neun Jahre alt sein. Sie hatte dunkle, leicht lockige Haare und sah mich neugierig an.
„Hallo.“
Das Mädchen lächelte, sagte aber nichts.
Dann zeigte sie auf
Ein Mädchen erschien an meinem Krankenbett im Krankenhaus – dann sagte sie meinen Namen Fünfzehn Tage lag ich im Krankenhaus, und kein einziges Mal bekam ich persönlichen Besuch. Meine Kinder lebten weit entfernt, meine Freunde hatten kaum Zeit, und besonders die Abende fühlten sich endlos an. Doch fast jeden Abend erschien plötzlich ein stilles kleines Mädchen in meinem Zimmer und setzte sich neben mein Bett. Sie erzählte kaum etwas über sich, sagte mir aber immer wieder dieselben aufmunternden Worte.