Kaum war das Bürgergeld in „Grundsicherungsgeld“ umbenannt, entfachte eine hitzige Debatte: Was bedeuten die neuen Regeln konkret – und trifft es wirklich alle Leistungsbeziehenden? Während die Politik von mehr „Verbindlichkeit“ spricht, fragen sich viele Betroffene, ob sie bald zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet werden.

Kontext der Reform Die Bundesregierung hat das Sozialgesetzbuch II kräftig überarbeitet. Seit dem 1. Juli 2026 gilt das Grundsicherungsgeld – und mit ihm ein Bündel neuer Pflichten. Offiziell heißt es, Solidarität gehe künftig Hand in Hand mit Eigenverantwortung: Wer Hilfe braucht, solle sie bekommen, doch werarbeiten könne, müsse sich