Die Vasa: Warum ein Kriegsschiff 1628 nach wenigen Minuten sank Die Vasa war prächtig bewaffnet, aber instabil. Warnzeichen waren bekannt, doch erst die Jungfernfahrt machte den Konstruktionsfehler sichtbar.

Kurz gesagt

Am 10. August 1628 verließ die Vasa ihren Liegeplatz in Stockholm. Nach rund zwanzig Minuten Fahrt erfasste eine Böe das Kriegsschiff. Es neigte sich, Wasser drang durch offene Geschützpforten ein und das Schiff sank nach ungefähr 1.300 Metern. Rund 30 Menschen kamen ums Leben.

Die bekannte Pointe lautet oft, ein Admiral habe einen eindeutigen Stabilitätstest ignoriert. Das greift zu kurz. Der Test zeigte tatsächlich, dass das Schiff gefährlich stark schwankte. Das Grundproblem lag aber tiefer: Die Vasa war hoch gebaut, schwer bewaffnet und hatte zu wenig stabilisierendes